E-Libelle

07/2001-12/2006


Bau

Der Bau der E-Libelle ist genau das Richtige für den Einsteiger. Die Anleitung ist zwar zum Teil recht kurz gehalten, aber mit Hilfe des Bauplans sollten keine größeren Probleme auftreten. Bei mir dauerte der Bau etwa 2 Wochen auf dem Wohnzimmertisch. Dabei wurde unter der Woche nicht viel gebaut. Viel schleifen muß man nicht, da alle Teile "saugend schmatzend" ineinander passen. Der CNC-Bausatz ist von allerbester Qualität.

Bau

nach oben

Antriebsauslegung

Als Antrieb verwende ich von Beginn an den von Höllein vorgeschlagenen Speed 400 7,2V mit 2,33:1 Getriebe. Der Antriebsakku wird extra von Höllein für die Libelle konfektioniert. Die sieben Zellen Sanyo N3US (1000mAh) reichen für etwa 5 Steigflüge. Die montierte Aeronaut Glas 10,5"x6" (45er Mittelstück) zieht an den sieben Zellen 8A und rotiert dabei mit 4400 U/min. Die Strahlgeschwindigkeit ist mit 11 m/s völlig ausreichend.
Alternativ käme ein Speed 400 6V mit Cosmotech 4,5:1 Getriebe an den sieben Zellen in Frage.

Messwerte Speed 400 7,2V 2,33:1
Luftschraube U[V] I[A] rpm V[m/s]
Aer Glas 10,5x6 M=45 8,0 8,3 4520 11,5
Aer Glas 10,5x6 M=45 7,9 7,8 4410 11,2
Aer Glas 10,5x6 M=45 7,8 7,5 4350 11,0

Fliegen

Flug Meine ersten richtigen längeren Flüge sollte ich mit der E-Libelle machen. Vergleichen kann man das Modell mit meinem vorigem, dem Calypso, überhaupt nicht. Mehr Spannweite, weniger Gewicht, gut angepaßter Antrieb, super Flugleistungen... das alles spielt in einer ganz anderen Liga. Allerdings hatten diese tollen Gleiteigenschaften für mich als Anfänger auch Nachteile.
So fiel es mir am Anfang sehr schwer, die Landung vernünftig einzuteilen. Der Calypso fiel im Prinzip vom Himmel, bei der E-Libelle wartet man häufig vergebens darauf, daß sie dem Boden näher kommt. Dies führte dazu, daß ich bei einem der ersten Flüge über mehrere Felder laufen musste, um die Libelle wiederzuholen. Eine Kurve in Bodennähe (und alles unterhalb 10m war für mich als Anfänger Bodennähe) traute ich mir nicht zu und deshalb hielt ich das Modell gerade, bis es aufsetzte. Dieser Punkt war aber leider schon so weit entfernt, daß ich es kaum noch erkennen konnte.
Später erwischte ich mit der einen Tragflächenhälfte einen Stacheldrahtzaun. Eine gebrochene Nasenleiste, angknackste Rippen und gerissene Folie waren die Schäden, die eine Reparatur notwendig machten. Auch hier kann ich die E-Libelle nur jedem Anfänger empfehlen. Da man das Modell selbst gebaut hat, fällt es einem auch nicht schwer, es selbst zu reparieren. Die geflickte Stelle ist heute kaum noch zu sehen.
typische E-Libelle-Flughaltung Wer, so wie ich, gleich zwei Akkus mitbestellt hat, der kommt in den Genuss ohne Unterbrechung fliegen zu können. Hat man ein wenig Erfahrung mit der E-Libelle gesammelt, dann lassen sich sogar die letzten warmen Lüftchen über Maulwurfshügeln auskurbeln . Ohne Thermik schafft man es problemlos, die E-Libelle 25 Minuten oben zu halten. In der Zeit ist der zweite Akku bei 2-3A Ladestrom (von mehr wird bei den Zellen abgeraten) wieder voll. Das Beladen des Akkus erfolgt über eine Klappe vorne im Modell. Der Akku wird über eine Rutsche ins Modell geschoben, so daß er bei einer härteren Landung nach vorn entweichen kann.
typischer Startvorgang Das Starten der E-Libelle ist bei 690g verteilt auf 177cm sehr einfach. Ein kleiner Schubs genügt und das Modell zieht sauber in den Himmel (ein typischer Startvorgang ist auf dem Bild zu sehen). Wer es mag, kann mit dem Modell auch Loopings fliegen, die Tragfläche hält das auf jeden Fall aus.
Nachdem man die Landeeinteilung bis hin zur Landung vor den eigenen Füßen beherrscht, wird man an der E-Libelle fast nur noch seine Freude haben. Einen Nachteil gibt es dann aber doch. Bei etwas mehr Wind wird man die E-Libelle zuhause liegen lassen müssen. Mit übung kann man die Grenze natürlich hinausschieben, aber wirklich viel Spaß macht das Modell dann nicht mehr. Die dreifach-geknickte Fläche mag es bei Landeanflügen kurz über dem Boden gar nicht, wenn eine Boe von der Seite kommt.
Dieser Nachteil und weitere überlegungen führten dann zum Kauf der Miss Chief.

nach oben

Modifikationen

Schleppkupplung Winter 2003/2004, Seglerrumpf mit Schleppkupplung: Durch das Nachrüsten einer Schleppkupplung in meinem Telemaster und den ersten erfolgreichen Schleppversuchen mit dem Zack entschloss ich mich, für die E-Libelle noch einen Segler-Rumpf nachzubauen. Den Zack musste ich immer durch starkes Ziehen des Höhenruders dazu bewegen, sich von der Schleppleine zu trennen. Bei der E-Libelle stellte ich mir das anders vor: Eine richtige Schleppkupplung wollte ich verbauen. Die Angelegenheit stellte sich aber als nicht besonders einfach dar, weil der Segler vorn eine massive Balsaklotz-Nase hat. Meine Idee war nun, ein Röhrchen durch den Klotz zu stossen und am Ende des Röhrchens einen Sicherungsdraht von einem Servo bedienen zu lassen.
Für das Ende des Schleppseils bedeutet dies, dass es eine sehr feine Schlaufe haben muss, damit die Schlaufe ins Röhrchen passt und sich noch sichern läßt. Noch ist der Segler-Rumpf in Arbeit. Es fehlt die Bespannung und das Verkleben des Leitwerks. Ob meine Idee mit der ferngesteuerten Schleppkupplung funktioniert, wird im Frühjahr geprüft werden.

Dezember 2006, Verkauf: Zum Testen des Seglerrumpfs mit Schleppkupplung ist es leider nicht mehr gekommen. Bedingt durch das Projekt "Hausbau" lag die E-Libelle die meiste Zeit herum und wurde nur noch selten zum Platz mitgenommen.
Sicher werde ich mir irgendwann mal wieder einen Floater zulegen - dann aber mit Querrudern. Die E-Libelle wechselte komplett mit Seglerrumpf, allen Servos und Regler für 60EUR den Besitzer.

nach oben

Steckbrief

Steckbrief E-Libelle
Spannweite 1770 mm
Rumpflänge 950 mm
Abfluggewicht 690 g
Gesamtflächeninhalt 29,8 dm2
Flächenbelastung 23 g/dm2
Motor Speed 400 7,2V mit 2,3:1 Getriebe
Steller Kontronik Sun 1000
Antriebsakku 7 x Sanyo N3US NiCd
Luftschraube Aeronaut Glas 10,5x6

nach oben


Weiterführende Links

Online-Fotoalbum zur E-Libelle

nach oben