Calypso

08/1997-09/2003


Vorwort

1996 fing ich mit einem Segler an, der mit zwei Standardservos zu steuern war. Die ersten Flugversuche bestanden darin, den Segler anfangs einen Hang hinunter zu werfen und ihn später mit Hilfe eines Kollegen und einer Hochstartschnur auf Höhe zu ziehen. Schon recht bald war der Segler kaputt (Fotos exisiteren nicht) und ich investierte noch in einen kleineren (120cm) Verbrenner-Trainer *pfui* mit 2,5ccm Motor und Seilzugstarter *pfuipfui*. Fliegbar war das Teil nur für meinen Kumpel, ich hatte mich da nie rangetraut. Dann kaufte ich den Calypso inklusive Motor und zwei Servos für 70DM. Das war 1997 und bedingt durch akuten Geldmangel und das Studium legte ich eine Zwangspause in Sachen "Modellbau" ein. Erst 2001 kramte ich den Calypso wieder hervor. Nun wollte ich unbedingt das Fliegen lernen. Aber vorher wurde noch in eine "vernünftige" Fernsteuerung (FC-16) investiert und ein gutes Ladegerät angeschafft. Das Spectra von Ginzel leistet mir seit der Anschaffung gute Dienste.

Antrieb Calypso

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Bau

Zum Bau gibt es nicht viel zu sagen. Die beiden Servos waren bereits im Modell und die anfänglich eingebauten sieben Sub-C-Zellen passten auf der Akkurutsche gerade so hinein.

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Antriebsauslegung

Mit den Sub-C-Zellen wollte der Flieger so gar nicht in die Gänge kommen, also besorgte ich mir auf der Intermodell in Dortmund sieben leichtere N-700AR. Da ich von Antriebsanpassung und Strommessungen noch nichts gehört hatte, war es für mich ok, dass der Motor ziemlich warm wurde und auch die Motorlaufzeit ging für mich mit weniger als 2-3 Minuten in Ordnung.

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Fliegen

Antrieb Calypso Ein Modellflugverein war schnell gefunden, so dass ich mit dem Calypso auf die Modellpilotenwelt losgehen konnte. Das Fliegen wollte ich mir nun ohne weitere Hilfe alleine mit diesem Modell beibringen. Ich ging dabei wie folgt vor: Zunächst waren reine Würfe aus der Hand ohne Motorkraft angesagt. Bedingt durch das Gewicht kam ich natürlich nicht sehr weit, aber der Calypso schien so etwas wie einen Gleitflug hinzulegen. Der Schwerpunkt war ja zum Glück unter der Fläche markiert und verstellen musste ich nichts mehr. Bei jedem Wurf kam ich etwas weiter und der Arm machte sich auch schon bemerkbar . Es half also nichts, der Motor musste eingeschaltet werden. Aber nur kurz!
Ich warf den Calypso mit laufendem Motor und schaltete nach einigen Metern Luftweg schnell wieder ab. Auf diese Art und Weise tastete ich mich an die Grenze des Platzes heran. Jetzt gab's kein zurück mehr. Ich musste die erste Kurve probieren. Nach dem Einlenken (noch stand ich hinter dem Modell, so dass alle Ruderfunktionen deckungsgleich mit den Knüppelbewegungen waren) konzentrierte ich mich auf das Modell. Ich stellte mir vor, selbst in dem Modell zu sitzen. Ob die Methode nun gut ist, muss jeder selbst wissen, für mich änderte sich bei dieser Vorstellung aber erstmal nichts an der Knüppelbelegung und ich konnte das Modell heil zurück zum Boden bringen. An dem Tag folgte dann der erste Vollkreis und noch viele heile Landungen.
Zum Modell kann ich sagen, dass es alles andere als einfach zu fliegen war. Gerade jetzt, wo ich schon ein paar Modelle mehr fliege, würde ich den Calypso als eher "kritisch" einordnen. Das Profil der Tragfläche war unten gerade und vorne extrem spitz. Das Modell war in der Luft sehr kippelig und wollte auf Fahrt gehalten werden. Für den Anfang kam mir die etwas höhere Geschwindigkeit entgegen, da das Modell so recht zügig auf Sicherheitshöhe ging.
In den Wochen nach den ersten Flugversuchen bereitete mir der Calypso jede Menge Spaß. Von der Intermodell hatte ich mir den himmlischen Katalog mitgenommen. Dieser sollte von da an immer unter meinem Kopfkissen liegen...
Was dann kam, steht in dem nächsten Erfahrungsbericht.
Der Calypso flog immer mal wieder als Pausenfüller. Auch für die anderen Vereinskollegen war dieser kippelige untermotorisierte Flieger eine gelungene Abwechslung. Irgendwann war dann bei einem Flug der Akku leergelutscht und die letzte Kurve paßte auch nicht so gut. Der Kunststoffrumpf brach kaputt und ich reparierte das Modell vorne komplett mit Balsaholz. Als der Rumpf dann ein zweites Mal kaputt ging, hatte ich auf den Flieger keine Lust mehr. Ich flog mittlerweile andere Modelle mit deutlich besseren Flugeigenschaften und der Calypso war schon recht stark demoliert. Ich entschloß mich, den Calypso "einzutüten".Das war im September 2003.

Antrieb Calypso Antrieb Calypso Antrieb Calypso

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Steckbrief

Steckbrief Calypso
Spannweite 1240 mm
Rumpflänge 838 mm
Abfluggewicht ~1000 g
Gesamtflächeninhalt 25,5 dm2
Flächenbelastung 39,2 g/dm2
Motor Speed 500 7,2V
Antriebsakku 7 x Sanyo N700AR NiCd
Luftschraube Graupner Klapp 7x3

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